Der Credit Default Swap Markt wird von einem gut definierten Satz struktureller Treiber und bedeutsamer Beschränkungen geprägt, die jeweils durch marktgerechte Daten und regulatorische Entwicklungen quantifizierbar sind.
Das anhaltende hohe globale Kreditrisiko ist der wichtigste Wachstumstreiber. Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass die globale Verschuldung – öffentlich und privat kombiniert – bis 2024 310 Billionen USD (ca. 287 Billionen €) übertraf, was eine enorme Basis an kreditgefährdeten Vermögenswerten schafft, die einer Absicherung bedürfen. Da die Ausfallraten von Unternehmen zyklisch von den nahezu Null-Niveaus nach der Pandemie wieder ansteigen – Moody's verfolgt eine globale Ausfallrate für spekulative Anlagen, die im Jahr 2024 auf etwa 4,7% kletterte – intensiviert sich die Nachfrage nach CDS-Schutz bei Vermögensverwaltern, Banken und Versicherungsportfolios.
Regulatorische Standardisierung stellt einen zweiten entscheidenden Treiber dar. Zentrale Clearing-Vorgaben nach Dodd-Frank in den Vereinigten Staaten und EMIR in der Europäischen Union haben einen wachsenden Anteil des CDS-Volumens über regulierte CCPs geleitet. ICE Clear Credit und LCH SA wickelten in den letzten jährlichen Perioden zusammen über 13 Billionen USD (ca. 12,03 Billionen €) an CDS-Nominalvolumen ab, wodurch bilaterale Kontrahentenrisiken reduziert und die Preisbildung verbessert wurden. Dieser institutionelle Vertrauensbildungseffekt hat Pensionsfonds und Staatsfonds angezogen, die CDS zuvor aufgrund von Intransparenzbefürchtungen vermieden hatten.
Die Expansion des Credit Risk Management Market treibt ebenfalls die CDS-Einführung voran. Da Finanzinstitute in unternehmensweite Kreditrisikorahmenwerke investieren – insbesondere im Kontext der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und CECL, die eine vorausschauende Bereitstellung erwarteter Kreditverluste erfordern – dient CDS als präzise, liquide Absicherung, die modellierte Kreditverluste direkt ausgleichen kann, ohne dass eine physische Vermögensübertragung erforderlich ist.
Auf der Beschränkungsseite bleibt das Kontrahentenkonzentrationsrisiko ein wesentliches Problem. Der Händlermarkt wird von fünf bis sieben globalen Banken dominiert, was bedeutet, dass Stress bei einer einzelnen Institution die Marktliquidität schnell beeinträchtigen kann. Die Basel III Leverage Ratio und die Supplementary Leverage Ratio (SLR) schränken die Bilanzkapazität der Händler zusätzlich ein, was in Zeiten von Marktverwerfungen gelegentlich die Bid-Offer-Spreads verbreitert.
Dokumentationskomplexität und Rechtsrisiko – insbesondere bei der Feststellung von Kreditereignissen – führen zu operativen Reibungen, die kleinere Teilnehmer abschrecken. Die Credit Derivatives Determinations Committees der ISDA standen bei Restrukturierungsereignissen vor umstrittenen Entscheidungen, was Schlagzeilenrisiken erzeugte, die die Aktivität in bestimmten Referenzeinheitensegmenten periodisch dämpfen.
Schließlich konkurriert der junge, aber wachsende Structured Finance Market um Bilanzkapazität, da Banken zwischen CDS-Absicherung und direkter Verbriefung als Instrumente für den Kreditrisikotransfer wählen müssen, was gelegentlich die Tiefe des CDS-Marktes einschränkt.