Der B2B-Zahlungsverkehrsmarkt wird durch eine präzise Reihe struktureller Treiber und messbarer Hemmnisse geprägt, die die Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit seiner 9,9 % CAGR bis 2033 bestimmen.
Treiber 1 – Digitale Transformation der Kreditorenbuchhaltung: Die unternehmensweite Einführung automatisierter Workflows für die Kreditorenbuchhaltung (AP) hat sich seit 2020 erheblich beschleunigt, wobei Branchenumfragen darauf hindeuten, dass über 60 % der großen Unternehmen AP-Automatisierungsplattformen entweder implementiert haben oder aktiv pilotieren. Die manuelle Scheckverarbeitung, die in Nordamerika immer noch einen erheblichen Teil der B2B-Zahlungen auf KMU-Ebene ausmacht, wird systematisch durch ACH, virtuelle Karten und Echtzeit-Zahlungslösungen ersetzt, wodurch das adressierbare digitale Zahlungsvolumen direkt erweitert wird.
Treiber 2 – Ausbau der Echtzeit-Zahlungsinfrastruktur: Ab 2024 verfügen über 60 Länder über aktive Echtzeit-Zahlungssysteme (RTP), darunter der im Juli 2023 gestartete U.S. FedNow-Dienst, Indiens UPI für Unternehmen und das britische Faster Payments Scheme. Diese Systeme reduzieren das Abwicklungsrisiko und die Bindung von Working Capital, was sie für B2B-Kontexte, in denen der Cashflow-Zeitpunkt entscheidend ist, sehr attraktiv macht.
Treiber 3 – Regulatorische Vorschriften für die E-Rechnungsstellung: Die EU-Vorschrift, die die B2B-E-Rechnungsstellung für die Mehrwertsteuer-Compliance in den Mitgliedstaaten vorschreibt und von 2024 bis 2028 schrittweise eingeführt wird, wird voraussichtlich die Migration von Invoice-to-Pay-Workflows auf digitale Plattformen beschleunigen, wodurch das adressierbare elektronische Zahlungsvolumen im gesamten geschätzten jährlichen B2B-Transaktionsvolumen der EU von 8 Billionen € direkt erhöht wird.
Hemmnis 1 – Betrugs- und Cybersicherheitsrisiken: Angriffe mittels Business E-Mail Compromise (BEC), die auf die Genehmigungsworkflows für Unternehmenszahlungen abzielen, führten laut FBI-Daten im Jahr 2023 allein in den Vereinigten Staaten zu Verlusten von über 2,9 Milliarden US-Dollar, was bei CFOs Zurückhaltung hervorruft, die Einführung digitaler Zahlungen ohne angemessene Sicherheitskontrollen zu beschleunigen.
Hemmnis 2 – Fragmentierung der Interoperabilität: Die Verbreitung regionaler Zahlungssysteme, proprietärer Nachrichtenformate und inkonsistenter KYB-Standards (Know Your Business) über verschiedene Jurisdiktionen hinweg erzeugt Reibung in grenzüberschreitenden Workflows und begrenzt die nahtlose Skalierbarkeit von Plattformen, die in mehreren geografischen Gebieten tätig sind.